Woher kommt der Name unserer Schule?

Stephan Brodmann
Freund der Jugend und Helfer der Armen

Stephan Brodmann wurde 1640 in Immenstaad geboren. Als Priester war er bis zu seinem Lebensende Kaplan des Franziskanerinnenklosters in Oggelsbeuren bei Biberach. In der dortigen Ortschronik ist sein Wirken hervorragend gewürdigt. 1703 verfasste Stephan Brodmann ein Testament, das er während der folgenden Jahre mehrfach ergänzte. Darin vermachte er seinen gesamten Besitz (mit wenigen Ausnahmen), d.h. sein Elternhaus, seine Ländereien und sein Geld einer Stiftung, die sofort nach seinem Tod in Immenstaad gegründet werden sollte. Als Nutznießer der Stiftung setzte er die Jugend und die Armen von Immenstaad ein: „...besonders zum Nutzen der Armen und der lieben Jugend; ... alle Bürger zu Immenstaad, Alte, Junge, Unmündige, Manns- und Weibsgeschlecht, welche ehrlich, eines guten und löblichen Namens und der katholischen Religion zugetan sind; ... keineswegs die gesunden, müßiggehenden, starken Bettler, sondern all diejenigen, welche nicht fünfzig Dukaten in Vermögen haben, ihre Nahrung aber mit Schweiß und Arbeit suchen und zuwege bringen.” Ein großer Teil seines Testamentes umfasst genaue wirtschaftliche und rechtliche Vorschriften über die Stiftung.

 

Brodmannwappen

Auch ein Wappen sollte die Stiftung bekommen: „... ein Kranichvogel, stehend auf einem Fuß, in den Klauen des anderen aufgehebten Fußes ein Stein haltend.” Die Stiftung wurde mit Stephan Brodmanns Tod im Jahre 1715 verwirklicht. Ihr verdanken viele Immenstaader Arme und Jugendliche Unterstützung, und die Schüler erhielten nicht nur ein Schulhaus (das Elternhaus, das vor dem Abbruch gegenüber dem heutigen Bürgerhaus stand), sondern auch Lehr- und Lernmittelfreiheit während mehr als zweihundert Jahren. Nachdem die Stiftung vor einigen Jahren aufgehoben wurde, hat sich nun ein Verein gebildet, der das Andenken an Stephan Brodmann, dem wohl bedeutendsten Wohltäter Immenstaads, bewahren und die Tradition seiner Stiftung pflegen will, eingeschränkt allerdings auf die Vergabe von Preisen an fleißige Schüler, die auch am Leben der katholischen Pfarrgemeinde teilnehmen.

Das Wappen, das früher über dem Eingang des alten Schulhauses in der Meersburger Straße angebracht war, erinnert heute im Treppenhaus der Grundschule an den Namensgeber unserer Schule.


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