Stephan-Brodmann-Schule, Immenstaad
Stephan-Brodmann-Schule,
88090 Immenstaad
Grundschule mit Ganztagsangebot
Hauptversammlung des Förderverein mit anschließendem Vortrag von Hauptkommisar Köstlinger

Der Vorstand des Fördervereins der Stephan-Brodmann-Schule (von links): Verena Gutmann (Schriftführerin), Axel Hoff (Vorsitzender), Cordula Haas (Stellvertreterin) und Kerstin Gaißmaier (Schatzmeisterin).

Immenstaad sz Weil in diesem Jahr keine Wahlen angestanden sind, gingen die Regularien des Fördervereins der Stephan-Brodmann-Schule bei der Hauptversammlung zügig über die Bühne gegangen. Umso mehr konzentrierten sich die Eltern und Lehrer im vollbesetzten Musiksaal der Schule auf den Vortrag des Präventionsbeamten des Polizeipräsidiums Konstanz, Kriminalhauptkommissar Peter Köstlinger, zum Thema: „Schützen Sie ihr Kind – Missbrauch verhindern.“

„Ihr habt einen sehr erfolgreichen Weg eingeschlagen.“ Dieses Lob von Rektor Wolfgang Krug war an die Adresse des Fördervereins der Stephan-Brodmann-Schule gerichtet.

Wie aus den Berichten des Vorsitzenden Axel Hoff und der Schriftführerin Verena Gutmann zu entnehmen war, hatte der aus 70 Mitgliedern bestehende Verein auch im vergangenen Jahr wieder durch verschiedene Verkaufsaktionen, unter anderem beim Schulfest und der langen Einkaufsnacht, aber auch beim Weihnachtsmarkt eine stattliche Summe erwirtschaftet. Diese Bewirtungsaktionen seien die Haupteinnahmequellen des gemeinnützigen Vereins, ließ der Vorsitzende wissen. Zusammen mit einer großzügigen Spende der Volksbank Überlingen sei ein Betrag von 6700 Euro zusammen gekommen, berichtete die Schatzmeisterin Kerstin Gaißmaier.

Das Geld kommt der Schule und ihren Schülern zugute. Beispielsweise werde es zur Finanzierung von Büchern für die Bibliothek eingesetzt, für Zuschüsse zu Landschulaufenthalten oder auch fpr die Unterstützung von Schülern durch Gewährung von Zuschüssen bei kostenpflichtigen Schulveranstaltungen. Auch im laufenden Jahr werde sich der Verein wieder bei verschiedenen Anlässen mit Verkaufsaktionen beteiligen, versprach der Vorsitzende, bevor Peter Köstlinger mit seinem Referat am Zug war.

Die Zahl der polizeilich registrierten Sexualdelikte sei in den vergangenen Jahren deutlich gesunken (rund 38 Prozent). Im Bodenseekreis seien ihm nur wenige dieser Delikte, bekannt. Trotzdem: „Jedes Sexualdelikt hat eine besondere Tragik“, stellte der Kriminalhauptkommissaram Anfang seines Vortrages zum Thema „Schützen Sie ihr Kind – Missbrauch verhindern“ fest.

Neinsagen ist wichtig

Wenn es zum sexuellen Missbrauch komme, dann finde der in 90 Prozent aller Fälle im engsten Familien- und Bekanntenkreis statt, sagte Köstlinger. Das seien die „bekannten Täter“. Aber auch gegen die so genannten Fremdtäter müssen die Kinder gewappnet sein. Dabei gelte es, den Kindern behutsam deutlich zu machen, dass der Mann im Auto, der freundlich nach dem Weg fragt, oder das Kind bittet, den Autoschlüssel, der zwischen die Sitze gefallen ist herauszufischen, Böses im Schilde führen könnte.

„Nein, ich darf nicht!“ – dieser Satz sei für Kinder wichtig, sagte Köstlinger. Das Nein-Sagen gelte auch bei Berührungen von engen Verwandten. Um also das Kind vor Fremdtätern wie auch von Tätern aus dem eigenen Bekannten- und Verwandtenkreis zu schützen, gelte es, das Kind in seinem Selbstbewusstsein zu stärken. Denn, so versicherte Köstlinger: „Selbstbewusste, starke Kinder werden selten Opfer von Übergriffen.“


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